Wie weit die körperlichen und geistigen Einschränkungen im Alter voranschreiten, steht außerhalb unserer Macht. Nicht jedem ist es vergönnt, noch bis kurz vor dem Tod mit 90 Jahren weder bettlägerig noch senil zu sein. Und kommt es erst mal so weit, müssen die Betroffenen gepflegt werden. Hierfür gibt es einige Möglichkeiten. Beispielsweise könnte nun ein Umzug ins Altenheim anstehen. Nur sind die Bedingungen dort oft schlecht, da zu wenig Personal zur Verfügung steht und die Patienten entsprechend wenig Fürsorge erfahren. Die Familie hat allerdings auch nur selten genug Zeit, um sich um den Angehörigen zu kümmern. Als letzte Alternative gibt es da noch häusliche Pflegedienste, die den Bedürftigen in seiner Bleibe besuchen und es ihm somit ermöglichen, weiterhin dort zu wohnen. Hiervon existieren zwei verschiedene Arten
Häusliche Pflegedienste
Ambulante häusliche Pflegedienste kommen nur zu bestimmen Zeiten in die Wohnung des Bedürftigen. Das kann mehrmals in der Woche oder am Tag sein. Wie oft genau sie ihren Besuch abstatten, wird vorab mit dem Auftraggeber vereinbart. Je nach dem Grad der Einschränkung ist dies etwa zu jeder Mahlzeit nötig oder nur für die Körperreinigung. Zudem sind ambulante häusliche Pflegedienste medizinisch geschult, sodass der jeweilige Mitarbeiter auch die Körperfunktionen überwachen oder Medikamente verabreichen kann. Allerdings sind die Betroffenen in der Zeit zwischen den Besuchen auf sich selbst angewiesen.
Häusliche Pflegedienste über 24 Stunden
Daneben existieren auch häusliche Pflegedienste, die über 24 Stunden gehen. Hierbei wohnt die Pflegekraft im Haus des Betroffenen und kümmert sich rund um die Uhr um ihn. Dies hat beispielsweise den Vorteil, dass bei medizinischen Notfällen immer jemand in nächster Nähe ist. Letztlich erhöht das auch die Überlebenschance bei einem Herzinfarkt oder anderen schwerwiegenden Krankheiten. Zudem sind solche ambulante häusliche Pflegedienste viel persönlicher. Schließlich hat man hier nur eine feste Bezugsperson, die sehr viel Zeit mit einem verbringt. Unter deren Aufgaben fällt dann alles, wozu der Betroffene nicht mehr in der Lage ist. Etwa kümmern sich ambulante häusliche Pflegedienste um den Haushalt und reinigen oder kochen. Der jeweilige Mitarbeiter begleitet den zu Pflegenden außerdem auf kulturelle Veranstaltungen oder leistet ihm bei einer Partie Schach Gesellschaft.
Wer bezahlt ambulante häusliche Pflegedienste?
Sowohl der ambulante als auch der häusliche Pflegedienst über 24 Stunden können von der Pflegeversicherung bezahlt werden. Hat der Auftraggeber nicht in sie eingezahlt, tritt stattdessen der Sozialhilfeträger ein. Allerdings wird dabei nur ein Teil der Kosten übernommen. Wie hoch dieser ausfällt, bestimmt sich über den Pflegegrad, in dem der medizinischen Gutachter den Betroffenen einteilt. Er hängt wiederum davon ab, wie hoch die geistige oder körperliche Beeinträchtigung ist. Das Geld, das die Pflegeversicherung entrichtet, variiert dabei zwischen 125 bis knapp 2000 Euro.
Was kosten der häusliche Pflegedienste?
Wie viel genau häusliche Pflegedienste kosten, hängt vom jeweiligen Ort ab. Die Preise werden aber von der Versicherung festgelegt, sodass die Anbieter nicht einfach aus der Luft gegriffene Beträge verlangen können. Die Kosten richten sich außerdem nach dem jeweiligen Gesundheitszustand. So sind für die Betreuung von Demenzkranken beispielsweise höhere Gebühren zu entrichten. Und auch der häusliche Pflegedienst variiert in den Kosten je nach Anbieter. Zudem sind solche Unternehmen nicht an feste Preisvorgaben gebunden. Sie konkurrieren allerdings untereinander, weswegen die Preise nicht ins Uferlose steigen können. Dennoch fallen sie hier natürlich höher aus als bei ambulanten Pflegediensten. Beispielsweise verlangt der Anbieter Linara einen Tagessatz von mindestens 68 Euro. Insgesamt brächte es der häusliche Pflegedienst im Monat auf knapp 2100 Euro.
Häusliche Pflegedienste JETZT Beratungsfragebogen online ausfüllen kostenloses AngebotHäusliche Pflegedienste: Synergie aus Betreuung und Fachpflege
Die Häuslichen Pflegedienste bilden das Rückgrat der ambulanten Versorgung in Deutschland. Während ein klassischer Pflegedienst Kosten primär für medizinische Leistungen nach SGB V abrechnet, ergänzt eine 24h Pflege dieses Modell durch eine lückenlose Alltagsbegleitung. In der Praxis arbeitet der ambulante Pflegedienst Hand in Hand mit der Pflegekraft zu Hause, um sowohl die medizinische Behandlungspflege als auch die Grundpflege sicherzustellen. Unsere polnischen Pflegekräfte sind speziell darauf geschult, die Vorgaben der örtlichen Fachkräfte zu unterstützen. Ein Pflegedienst 24 Stunden im Sinne einer Präsenzbetreuung entlastet Angehörige massiv. Diese koordinierte häusliche Pflege Hilfe ist als modulares System konzipiert und rechtssicher ab 3.550,00 EUR/mtl. verfügbar.
FAQ – Fachliche Kooperation und regulatorische Standards
1. Wie grenzen sich Häusliche Pflegedienste rechtlich von der 24h-Betreuung ab?
Die rechtliche Abgrenzung erfolgt strikt über das SGB V (Behandlungspflege) und das SGB XI (Pflegeleistungen). Ein ambulanter Pflegedienst ist für medizinische Verrichtungen wie Injektionen oder Wundversorgung zuständig. Die Pflegekraft zu Hause übernimmt im Rahmen der Entsendung ausschließlich grundpflegerische und hauswirtschaftliche Tätigkeiten. Diese Trennung ist zwingend einzuhalten, um Verstöße gegen das Heilpraktikergesetz zu vermeiden.
2. Welche Anforderungen stellt die DGUV an die Zusammenarbeit im Haushalt?
Gemäß DGUV Vorschrift 1 muss für alle Beteiligten – auch für externe Häusliche Pflegedienste – eine sichere Arbeitsumgebung gewährleistet sein. Dies erfordert eine Gefährdungsbeurteilung der Räumlichkeiten. Die Pflegekraft zu Hause ist angewiesen, Hilfsmittel (z. B. Pflegebetten, Lifter) gemäß der Medizinprodukte-Betreiberverordnung (MPBetreibV) nur nach vorheriger Einweisung durch Fachpersonal zu bedienen.
3. Wie wird die Übergabe zwischen ambulanter Fachpflege und Präsenzkraft geregelt?
Um die Kontinuität der Versorgung zu sichern, erfolgt die Dokumentation in einem gemeinsamen Berichtsheft gemäß den Qualitätsprüfungs-Richtlinien (QPR). Jede polnische Pflegekraft wird instruiert, fachliche Beobachtungen zu Vitalwerten oder Hautzustand (Dekubitusrisiko) sofort dem ambulanten Pflegedienst zu melden. Dies garantiert ein schnelles Eingreifen bei klinischen Veränderungen des Seniors.
4. Welche Rolle spielt das Arbeitszeitgesetz (ArbZG) bei einem Pflegedienst 24 Stunden?
Ein Pflegedienst 24 Stunden bedeutet im Entsendemodell eine ständige Rufbereitschaft, jedoch keine durchgehende Arbeitszeit. Die Einhaltung des § 5 ArbZG (11 Stunden Ruhezeit) ist für die Erhaltung der Arbeitskraft essenziell. Die häusliche Pflege Hilfe wird so organisiert, dass aktive Einsätze durch die Pflegekraft zu Hause präzise erfasst und gegen die vereinbarten Bereitschaftszeiten abgegrenzt werden.
5. Wie werden Infektionsschutzstandards (IfSG) bei multiplen Dienstleistern koordiniert?
Wenn mehrere Häusliche Pflegedienste in einem Haushalt agieren, ist ein einheitlicher Hygieneplan nach RKI-Vorgaben zwingend. Dies umfasst die Bereitstellung validierter Desinfektionsmittel (gelistet nach VAH) und die strikte Einhaltung der Barrierepflege bei infektiösen Erkrankungen. Unsere Kräfte agieren hierbei nach strengen internen Arbeitsanweisungen zur Flächen- und Händedesinfektion gemäß Infektionsschutzgesetz.
6. Welche fachlichen Vorgaben gelten für die Mobilitätsförderung (Kinästhetik)?
In der Kooperation mit dem ambulanten Pflegedienst steht die Aktivierung des Patienten im Vordergrund. Die Pflegekraft zu Hause wendet Techniken der Kinästhetik an, um Transfers (Bett-Rollstuhl) wirbelsäulenschonend nach der Lastenhandhabungsverordnung (LasthandhabV) durchzuführen. Dies dient nicht nur der Sturzprophylaxe, sondern unterstützt auch die ergotherapeutischen Ziele der häuslichen Pflege Hilfe.
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